Sanierung feuchter Wände mit Horizontalsperre
Eine nachträgliche Horizontalsperre ist ein zentraler Baustein der Mauertrockenlegung. Sie verhindert, dass Feuchtigkeit über die Kapillaren im Mauerwerk aufsteigen kann. Damit Sanierungen langfristig wirksam bleiben, werden Schäden zuerst ermittelt, anschließend geeignete Verfahren gewählt und abschließend Oberflächen wiederhergestellt.
Ablauf einer Sanierung
Sanierungen beginnen mit einer Analyse der Feuchtigkeit und Schadensursache. Erst danach wird entschieden, ob ein Injektionssystem oder ein mechanisches Verfahren sinnvoll ist. Erfolgt eine wirksame Abdichtung, kann das Mauerwerk nach und nach austrocknen und spätere Schäden verhindert werden.
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Feuchtemessung und Bestandsanalyse
Um das geeignete Verfahren zu bestimmen, wird die Feuchtigkeit im Mauerwerk gemessen. Dabei helfen elektronische Messgeräte oder Laborprüfungen. Die Analyse zeigt, in welcher Höhe Feuchte vorhanden ist und welche Bauteile besonders belastet sind. Je genauer der Ausgangswert, desto besser lässt sich der Erfolg später beurteilen.
- elektronische Feuchtemessung im Mauerwerk
- Ermittlung der Durchfeuchtungstiefe
- Dokumentation für spätere Vergleichsmessungen
Innenabdichtung und Zusatzmaßnahmen
Innenabdichtungen unterstützen die Austrocknung und schützen Räume vor Verdunstungsfeuchte. Beschichtungen und Abdichtungsschlämmen sorgen dafür, dass Feuchtigkeit nicht weiter in den Innenraum gelangt. Sie ersetzen jedoch keine Horizontalsperre, sondern ergänzen sie als flankierende Maßnahme.
- Abdichtungsschlämmen für Innenbereiche
- Kombination mit Horizontalsperren sinnvoll
- Schutz vor Raumnässe und Geruchsbildung
Putzsanierung und Oberflächenaufbau
Nach dem Einbau der Sperre wird der geschädigte Altputz entfernt. Sanierputze helfen, Salzbelastungen zu puffern und Feuchtigkeit reguliert an die Raumluft abzugeben. Erst wenn die Wand ausreichend trocken ist, erfolgt der finale Oberputz. So bleibt die Oberfläche stabil und Schimmelbildung wird vermieden.
FAQ – Häufige Fragen
Wie beginne ich eine Sanierung richtig?
Mit einer Feuchtemessung. Erst nach Analyse von Ursachen und Schadenausmaß wird das passende Abdichtungsverfahren bestimmt.
Wie lange dauert eine Mauertrocknung?
Je nach Feuchtegrad mehrere Wochen bis Monate. Sichtkontrollen und Messwerte zeigen den Fortschritt.
Reicht Innenabdichtung allein aus?
Nein. Sie kann ergänzen, ersetzt jedoch keine wirksame Horizontalsperre gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit.
